The Titi Tudorancea Bulletin
Edition Deutsch. 13 Juni 2009
Aktualisiert am 13 Juni 2009
 

EP stimmt für Verbot von Robbenprodukten

Robbenprodukte werden schon bald fast vollständig vom Markt der Europäischen Union verschwinden - sobald die vom EP angenommene Verordnung in kraft tritt.

Dauer: 2 minuten

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Diese furchtbaren Szenen könnten bald Geschichte sein. Das Parlament hat gerade einem Einfuhr- und Handelsverbot von Robbenprodukten zugestimmt. Darunter fallen zum Beispiel diese Hüte und Jacken. Der Verlust der Absatzmöglichkeiten in Europa könnte die Robbenschlachtungen eindämmen. Dieser MdEP sieht das Verbot als großen Sieg für das Europäische Parlament und die Organisationen zum Schutz der Robben.

Es war nicht einfach, denn Kanada und Norwegen haben viel Lobbying betrieben. Sie exportieren diese Produkte und wollen den Markt beibehalten, der im Fall von Kanada nur 4,2 Millionen Euro ausmacht. Diese Industrien werden massiv subventioniert. Wir sagen: "Wenn Ihr mit dem Handel weitermachen wollt, bitteschön, aber Europäer wollen diese Produkte nicht kaufen."

Für Kanada, ein bedeutendes Exportland von Robbenprodukten, repräsentiert die Robbenjagd einen Markt von etwa 5,4 Millionen Euro pro Jahr, ein relativ geringer Betrag für diese Art von Handel. Obwohl Kanadier dieses Jahr 300.000 Tiere schlachten können, befinden sich die Verkaufszahlen für Robbenfelle im freien Fall - dank zahlreicher Sensibilisierungskampagnen. Aber der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Das Verbot dieser Produkte innerhalb der EU könnte von der WTO angefochten werden aufgrund eines Verstoßes gegen internationales Recht.

Anwälte aller drei Institutionen haben zusammengearbeitet, um das politische Resultat zu erbringen, das die Bürger wollten. Aber Anfechtungen aus Kanada und Norwegen sind wohl unvermeidbar.

Die MdEPs planen Ausnahmen bezüglich des Einfuhr- und Handelsverbotes. Indigenen Völkern wie den Inuit in Alaska soll es erlaubt sein, ihre traditionelle Jagd weiterzuführen, da diese existenzwichtig ist. Robbenprodukte auf den Markt zu bringen wird ebenfalls möglich sein, wenn das damit verfolgte Ziel die Erhaltung von Fischbeständen ist. Diese Vertreterin des Internationalen Tierschutzfonds findet, dass diese Ausnahme nicht den Tatsachen entspricht.

Die Fischbestände in der ganzen Welt fallen dramatisch, auch dort, wo man Meeressäugetiere, Robben oder andere Tiere nicht verantwortlich machen kann für durch menschliche Aktivitäten verursachte Probleme.

Dieses EU-Gesetz könnte schon im Jahr 2010 im kraft treten.

RIGHT]

die Quelle: Europarl TV


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